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EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNG
INGO KLÖCKER:
DIE KLEINE RETROSPEKTIVE

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AUSSTELLUNG
INGO KLÖCKER:
DIE KLEINE RETROSPEKTIVE
IN SCHLOSS BURGFARRNBACH
VOM 25. OKTOBER BIS 2. DEZEMBER 2012
Dienstag bis Donnerstag 14 bis 16 Uhr,
Sonntag 4.11.2012 und Sonntag 25.11.2012
jeweils 14 bis 16 Uhr
Sonderöffnungszeiten und Führungen auf Anfrage.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bahnhof Burgfarrnbach - plus 10 Minuten Fußweg,
Buslinie 172, Haltestelle in Burgfarrnbach:
Regelsbacher Straße am Schlosszugang.
Parken im Schlosshof.
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DER KÜNSTLER
Hintergründiges zum 75. Geburtstag am 25. Oktober 2012.
Ingo Klöcker studierte in Stuttgart Maschinenbau und war über 20 Jahre Ingenieur in verschiedenen Unternehmen -
zuletzt als technischer Geschäftsführer bei Uvex in Fürth. Seit fast 30 Jahren unterrichtet er als Professor an der
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg die Fächer Konstruktionslehre, Werkstoff-technik, Zeichnen, Skizzieren und
Industrial Design. Er wohnt in Fürth.

In seinem parallelen Leben war er Studierender an der mittlerweile legendären hochschule für gestaltung ulm,
der hfg, bei Josef Albers, Thomas Maldonado, Vordemberge-Gildewart, Otl Eicher und anderen. Zudem studierte er
figurale Malerei an der internationalen Sommerakademie in Salzburg.
Den Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit legt Ingo Klöcker in das Jahr 1983, dem Jahr der Entstehung des
Materialbildes „Primeur“. Somit ist er seit nahezu dreißig Jahren auch als Künstler tätig. Es gab viele Ausstellungen,
Auszeichnungen, Auftraggeber und Sammler.
Die derzeitige Ausstellung zeigt Arbeiten aus seinem früheren graphischen Schaffen, darüber hinaus
Materialbilder, Kleinskulpturen aus Porzellan, das sind die „Wellen“ und BHB-Bilder. Nahezu alle ausgestellten
Arbeiten wurden zuvor noch nicht gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Gesamtkatalog seines vollständigen Oevres.
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DIE BILDER
Es begann, wie bei fast jedem Künstler, mit naturalistischen Zeichnungen. Die Malerei kam dazu - ganz klassisch -
mit dem Aquarellieren. Die Acrylfarben und der Siebdruck schließlich brachten die Moderne ins Spiel. Das wiederholte
sich inhaltlich mit Themen aus der Technik. Ihrer Präzision und Geometrie wegen könnten diese Bilder der konkreten
Kunst zugeordnet werden, der amorphen Formenverläufe wegen wird jedoch häufig der Verdacht geäußert, dass es sich
um Jugendstil handelt.

Mit den Materialbildern, die seinen weiteren künstlerischen Weg bestimmten,wurden Pinsel, Farbe und Leinwand
schließlich ganz abgelöst. Sie sind sowohl thematisch-inhaltlich als auch formal sehr stringent und geometrisch
gestaltet. Zu ihrer Generierung kommen ausschließlich Materialien aus modernster Produktion zum Einsatz.
Die „Wellen“ sind eine Werkgruppe innerhalb der Materialbilder, deren Grundlage tägliche Gebrauchsgegenstände
und, Ihrer weißen Farbe wegen, aus (Bone China-)Porzellan gefertigt sind.
Alle Bilder und Skulpturen dieser Welt enden üblicher-weise unmittelbar unter der Haut, der Leinwand, dem Papier
oder Marmor. Das wirkliche Leben jedoch geht darunter weiter. Fast kann man sagen: beginnt dort erst richtig.
Das wird nun in den BHB-Bildern (Bild hinter dem Bild) verwirklicht. Dabei gibt es jeweils eine zusätzliche
Ebene unter der Oberfläche. Sie erscheint aufgerissen oder korrodiert. Um den Blick in das Darunter zu ermöglichen,
wird über polymere optische Fasern, sogenannte POF, und LCD Licht eingetragen.
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